Vertuscht und verharmlost: Der Berlin-Hack zeigt das eigentliche Staatsversagen
Ein Ransomware-Ultimatum läuft ab, und plötzlich liegen Verteidigungspläne für den Ernstfall im Darknet. Was wie der Plot eines schlechten Thrillers klingt, ist seit dieser Woche Realität für die Berliner Landesverwaltung – und der eigentliche Skandal ist nicht der Angriff selbst, sondern das, was die Verwaltung vorher wusste und trotzdem nicht änderte. Was gestohlen wurde Rund 1,44 Millionen Dateien, mehrere Terabyte an Umfang: Personalakten, Passwörter, Verträge, Finanzdaten – und Unterlagen, die eigentlich als Verschlusssache gelten sollten. Darunter Listen mit Anlagen und Einrichtungen, die im Verteidigungsfall besonders geschützt werden müssten: Kraftwerke, Tanklager, Umspannwerke, Notstromanlagen. Dazu Bundeswehr-Unterlagen und Material zum "Operationsplan Deutschland", das beschreibt, was der Ausfall bestimmter Anlagen für Bundestag, Polizei, Haftanstalten und Krankenhäuser bedeuten würde. Die Täter, eine Ransomware-Gruppe namens Rhysida, forderten 30 Bitcoin – rund ...