Im Krieg ist die Wahrheit nicht nur ein Opfer. Sie ist das Ziel. Denn wer die Wahrheit besitzt, besitzt Macht über Sinn und Bedeutung. Waffen zerstören Körper, doch Lügen zerstören Vertrauen – und Vertrauen ist das Fundament jeder Gemeinschaft.
So wird die Wahrheit zur eigentlichen Front: Sie entscheidet darüber, ob Menschen glauben, hoffen, oder verzweifeln. Der Kampf um Territorien ist sichtbar, der Kampf um die Wahrheit unsichtbar – und gerade deshalb gefährlicher. Vielleicht liegt darin die tiefste Tragik: dass Wahrheit, die eigentlich Licht sein sollte, im Krieg selbst zur Beute wirdDie Anatomie der Rechtfertigung – Kriegslügen und Manipulationen im Nahen Osten
In der modernen Kriegsführung ist die „Heimatfront“ ebenso wichtig wie das Schlachtfeld. Um die Unterstützung der Weltöffentlichkeit zu gewinnen, wurden in den letzten Jahrzehnten mehrfach Narrative konstruiert, die sich im Nachhinein als grob falsch oder gezielt manipuliert herausstellten.
1. USA: Der Irak-Krieg 2003 (Die „Massenvernichtungswaffen“)
Dies ist das wohl am besten dokumentierte Beispiel für eine vorsätzliche Kriegslüge.
Die Behauptung: Die Bush-Regierung und Außenminister Colin Powell behaupteten vor dem UN-Sicherheitsrat, der Irak besitze mobile Biowaffen-Labore und versuche, Uran für Atomwaffen in Afrika zu kaufen. Zudem wurde eine Verbindung zwischen Saddam Hussein und Al-Qaida suggeriert.
Die Realität: Nach der Invasion fand die Iraq Survey Group keinerlei Massenvernichtungswaffen. Die Geheimdienstinformationen basierten auf unzuverlässigen Quellen (wie dem Informanten „Curveball“), deren Aussagen von der CIA und dem BND intern bereits als zweifelhaft eingestuft worden waren.
Kritik: Kritiker werfen der USA vor, die Geheimdienste unter politischen Druck gesetzt zu haben, um einen „Regime Change“ zu rechtfertigen, der eigentlich geopolitischen Interessen (Öl, regionale Vorherrschaft) diente.
2. Israel: Der Sechstagekrieg 1967 (Präventivschlag vs. Verteidigung)
Während der Sechstagekrieg oft als lehrbuchhafter Präventivschlag gilt, gibt es eine kritische Debatte über die Darstellung der Bedrohungslage.
Die Behauptung: Israel argumentierte, man stehe unmittelbar vor der Vernichtung durch eine ägyptische Invasion und müsse daher zuerst zuschlagen, um das Überleben des Staates zu sichern.
Die Realität: Spätere Veröffentlichungen von israelischen Offiziellen (darunter Menachem Begin) und Geheimdienstberichten deuteten darauf hin, dass die israelische Führung wusste, dass Ägypten militärisch nicht für einen Angriff bereit war. Nasser (Ägypten) betrieb zwar aggressive Rhetorik und Truppenbewegungen, die CIA und der Mossad schätzten das Risiko eines ägyptischen Erstschlags jedoch als gering ein.
Kritik: Der Krieg wird von Kritikern als strategische Gelegenheit gesehen, das Staatsgebiet massiv zu erweitern (Westjordanland, Gaza, Golanhöhen), wobei die „existenzielle Bedrohung“ als moralisches Schutzschild für die territoriale Expansion diente.
3. USA: Der Libyen-Einsatz 2011 (Das „bevorstehende Massaker“)
Obwohl Libyen geografisch in Nordafrika liegt, ist die Intervention eng mit der Nahost-Politik verknüpft.
Die Behauptung: Die NATO-Intervention wurde mit der drohenden „Völkermord-Gefahr“ in Bengasi gerechtfertigt. Muammar al-Gaddafi werde seine eigene Bevölkerung abschlachten.
Die Realität: Ein Bericht des britischen Unterhauses (Foreign Affairs Committee) kam 2016 zu dem Schluss, dass die Bedrohung für Zivilisten stark übertrieben war. Gaddafis Truppen hatten zuvor bereits Städte zurückerobert, ohne Massaker an Zivilisten zu verüben; seine Rhetorik richtete sich primär gegen bewaffnete Rebellen.
Kritik: Die Rechtfertigung zum „Schutz der Zivilbevölkerung“ (R2P) wurde genutzt, um einen illegalen Regimewechsel herbeizuführen, der das Land in ein bis heute anhaltendes Chaos stürzte.
Systematische Muster der Manipulation
Kritische Beobachter identifizieren wiederkehrende Taktiken in der Kriegspropaganda:
Dämonisierung: Der gegnerische Staatschef wird als „neuer Hitler“ dargestellt, mit dem man nicht verhandeln könne.
Dringlichkeit: Es wird ein Zeitfenster suggeriert („wir müssen jetzt handeln“), um eine gründliche Prüfung der Fakten zu verhindern.
Selektive Intelligenz: Nur Informationen, die das Kriegsnarrativ stützen, werden veröffentlicht; Gegenbeweise werden als „Feindpropaganda“ oder „Geheimdienstfehler“ abgetan.
Fazit
Die Geschichte der Nahost-Konflikte zeigt, dass „Wahrheit“ oft das erste Opfer des Krieges ist. Während Sicherheitsinteressen real sein können, wurden sie in den genannten Fällen nachweislich durch gezielte Desinformation oder die Übertreibung von Gefahren ergänzt, um völkerrechtswidrige Handlungen innen- und außenpolitisch zu legitimieren.
Die verdrängte Dimension – 73 Millionen Schwangerschaftsabbrüche als globale Todesursache
Die verdrängte Todesursache – und der doppelte Maßstab
Es gibt Zahlen, die so gewaltig sind, dass sie eigentlich jeden Aufschrei provozieren müssten. Laut WHO werden jedes Jahr rund 73 Millionen Schwangerschaftsabbrüche vorgenommen. Zum Vergleich: Kriege fordern weltweit etwa 200.000–240.000 Tote pro Jahr. Das Verhältnis ist erschütternd – Schwangerschaftsabbrüche sind 300- bis 350-mal häufiger als Kriegstote. Und doch: kein globaler Aufschrei, keine Protestwellen, keine Medienkampagnen. Stattdessen eine stille Akzeptanz.
Euphemismen und Sprachpolitik
Die Sprache spielt dabei eine zentrale Rolle. Statt von „Töten Ungeborener“ ist die Rede von „Abbruch“, „Procedure“ oder „Reproductive Health“. Begriffe, die das Geschehen neutralisieren, verharmlosen, entdramatisieren. So wird aus einer existenziellen Frage ein administrativer Vorgang – und die gesellschaftliche Debatte bleibt aus.
Frauenrechte als Schutzschild
Wer Kritik äußert, stößt sofort auf eine rhetorische Mauer: „frauenfeindlich“, „ewig gestrig“, „Angriff auf Autonomie“. Damit wird jede Diskussion über den Schutz ungeborenen Lebens im Keim erstickt. Die Realität ist komplexer: Zahlreiche Frauen selbst fordern eine Neubewertung, die echte Rechte nicht mit massenhaftem Tod verknüpft. Doch die Gleichsetzung „Embryonenschutz = Frauenhass“ ist ein wirksames Instrument, um jede differenzierte Position zu delegitimieren.
Gesellschaftliche Doppelmoral
Besonders auffällig ist die Doppelmoral in den sozialen Medien: Dort empört man sich regelmäßig über Zuwanderer mit „zu vielen Kindern“, über angebliche „Überbevölkerung“ oder „Belastung der Systeme“. Gleichzeitig aber gilt es als modern, aufgeklärt und selbstbestimmt, gar keine Kinder mehr haben zu wollen.
Noch deutlicher wird der Trend in Deutschland:
• Kinder unter 14 Jahren (2024): ca. 10,8 Millionen
• Haustiere in Haushalten (2024): ca. 33,9 Millionen
• Katzen: 15,9 Mio.
• Hunde: 10,5 Mio.
• Kleinsäuger: 4,3 Mio.
• Ziervögel: 3,2 Mio.
Damit gibt es in Deutschland dreimal so viele Haustiere wie Kinder. Hunde und Katzen füllen die Lücke, die Kinder hinterlassen – ein Symptom für eine Gesellschaft, die Leben lieber in Form von Konsum und Begleitung akzeptiert, als in Form von Verantwortung für Nachwuchs.
Der Skandal der Ignoranz
Die nüchterne Bilanz: Schwangerschaftsabbrüche sind die größte Todesursache weltweit – und bleiben dennoch unsichtbar. Kein Skandal, keine Schlagzeilen, keine Empörung. Stattdessen eine Normalisierung unter dem Label „Frauen Rechte“. Das Schweigen ist ohrenbetäubend.
Wenn Sprache das Denken verdirbt: George Orwell und die Gefahr der politischen Buzzwords
Wenn Sprache das Denken verdirbt: George Orwell und die Gefahr der politischen Buzzwords
„Politische Sprache – und das gilt mit Variationen für alle politischen Parteien von Konservativen bis Anarchisten – ist darauf ausgelegt, Lügen wahrheitsgemäß klingen zu lassen und Mord respektabel wirken zu lassen und reiner Wind eine feste Konsistenz zu geben."
Orwells Diagnose: Warum politische Sprache gefährlich ist
- Lügen klingen wahr: Durch abstrakte Formulierungen werden Unwahrheiten als objektive Fakten getarnt.
- Gewalt wird salonfähig: Brutale Maßnahmen werden in bürokratische oder euphemistische Begriffe gekleidet (z. B. „Kollateralschaden" statt „zivile Opfer").
- Leerformeln wirken substantiell: Politischer „Wind" bekommt eine feste Konsistenz. Es wird Handlungsfähigkeit simuliert, wo keine ist.
Das moderne Werkzeug: Buzzwords
- Vagheit: Der Begriff ist nicht klar definiert.
- Emotionale Aufladung: Er löst sofort positive oder negative Gefühle aus.
- Legitimationsstrategie: Kritik wird erschwert, weil wer dem Begriff widerspricht, schnell gegen ein positiv besetztes Ideal (wie „Sicherheit" oder „Zukunft") zu sein scheint.
Fallbeispiel: Ist „Remigration" ein Buzzword?
- Die Unscharfe Mitte: Wer genau soll zurückkehren? Nur Menschen ohne Aufenthaltsrecht? Auch Eingebürgerte? Freiwillig oder erzwungen? Die Antworten variieren je nach Sprecher, was eine sachliche Kritik erschwert.
- Die technokratische Fassade: Das Wort klingt sachlich und administrativ („Migration" mit dem Präfix „Re-"). Dadurch werden radikale Forderungen wie ein normales Verwaltungskonzept gerahmt.
- Die emotionale Wirkung: Bei Befürwortern weckt es das Bild von „Ordnung" und „Homogenität", bei Gegnern die Angst vor Zwang und Ausgrenzung.
Was können wir tun? Sprachkritik als Demokratieschutz
- Was bedeutet das konkret? (Fordern Sie eine Definition ein.)
- Wer nutzt den Begriff – und mit welcher Absicht? (Analysieren Sie die Interessen.)
- Was wird nicht gesagt? (Suchen Sie nach den Lücken im Konzept.)
- Kann ich das Wort durch ein klareres ersetzen? (Testen Sie die Präzision.)
Fazit: Klare Worte für eine klare Sache
Legalität sagt, was erlaubt ist. Moral fragt, was richtig ist. Die beiden haben oft sehr wenig miteinander zu tun.
Rechtswanderer gesucht: Wer den Wald betritt, ist verdächtig
Aber muss man deswegen gleich die gesamte Wander-Kultur unter Generalverdacht stellen? Millionen Deutsche wandern völlig unpolitisch, quer durch alle Lager – und plötzlich wird aus einer harmlosen Freizeitaktivität ein ‚belastetes‘ Thema mit Anklängen an ‚Blut und Boden‘.
Das ist genau die Art von Journalismus, die alles und jeden politisiert und in Schubladen steckt. Alles wird zum Kulturkrieg gemacht: Wandern, Landleben, Traditionen, sogar der Wald. Am Ende traut sich niemand mehr, einfach die Natur zu genießen, ohne sich ideologisch zu rechtfertigen.
Hört auf, normale Menschen zu pathologisieren. Konzentriert euch auf die echten Extremisten – und lasst den Rest in Ruhe. 🥾🌲
#Hyperpolitisierung #Kulturkrieg #JournalismusKritik“
💰 Deutsche Goldreserven in den USA – Schatz oder Schatten?
Politische Brisanz
Die Debatte um die deutschen Goldreserven in den Tresoren der Federal Reserve Bank in New York ist mehr als eine technische Frage der Lagerung. Sie berührt den Kern der deutschen Souveränität. Während die Bundesbank betont, dass regelmäßige Prüfungen stattfinden, bleibt die entscheidende Frage: Würde Washington das Gold im Ernstfall tatsächlich bedingungslos herausgeben?
Zweifel und Misstrauen
Transatlantische Spannungen: Trumps jüngste Zolldrohungen zeigen, wie schnell ökonomische Abhängigkeiten als Druckmittel eingesetzt werden können.
Symbolische Dimension: Gold ist nicht nur ein Vermögenswert, sondern auch ein politisches Machtinstrument.
Kritiker warnen: Der Bund der Steuerzahler und andere Stimmen bezweifeln, ob Deutschland im Ernstfall wirklich Zugriff auf seine Bestände hätte – oder ob es sich um eine „Buchposition“ handelt, deren physische Existenz kaum überprüfbar ist.
Offene Fragen
Existenz: Ist das Gold tatsächlich noch vollständig vorhanden – oder handelt es sich um ein „Papiergold“, das längst in internationalen Finanztransaktionen verpfändet wurde?
Rückgabe: Würde die US-Regierung im Krisenfall ohne Bedingungen herausgeben – oder könnte sie die Bestände als politisches Faustpfand nutzen?
Risiko: Welche Folgen hätte es, wenn Deutschland plötzlich feststellen müsste, dass ein Teil seiner Reserven nicht mehr greifbar ist?
Szenarien einer Rückholung
Signal der Souveränität: Eine Rückführung nach Frankfurt würde ein starkes Zeichen setzen – sowohl innenpolitisch als auch gegenüber Washington.
Kosten und Risiken: Der Transport wäre teuer und sicherheitstechnisch heikel. Zudem könnte er als Misstrauensvotum gegenüber den USA interpretiert werden.
Wirtschaftliche Folgen: Eine Rückholung könnte die Märkte verunsichern, aber auch Vertrauen in die deutsche Finanzpolitik stärken.
Fazit
Die Frage nach den Goldreserven ist ein Lackmustest für Deutschlands Selbstbestimmung. Solange ein Drittel des Schatzes in New York liegt, bleibt die Unsicherheit bestehen: Ist das Gold wirklich da – und wenn ja, gehört es uns auch praktisch, nicht nur auf dem Papier?
Tourismus, Kulturwandel und Frauenbilder im internationalen Vergleich
Tourismus, Kulturwandel und Frauenbilder im internationalen Vergleich
1. Thailand 🇹🇭
- Tourismus und Sextourismus: Thailand ist eines der bekanntesten Beispiele, wo westliche Nachfrage eine ganze Industrie geschaffen hat. Der Sextourismus hat nicht nur moralische Fragen aufgeworfen, sondern auch die traditionelle Familienstruktur unter Druck gesetzt.
- Kulturelle Anpassung: Viele lokale Bräuche wurden kommerzialisiert, um Touristen zu gefallen. Authentische Rituale verlieren ihre ursprüngliche Bedeutung.
- Gesellschaftliche Folgen: Junge Menschen sehen im schnellen Geld durch Tourismus oder Sexarbeit oft mehr Chancen als in traditionellen Familienmodellen. Das führt zu einer Entwertung klassischer Rollenbilder.
2. Türkei 🇹🇷
- Spannung zwischen Tradition und Moderne: Die Türkei ist ein Land, das stark zwischen konservativen Familienwerten und westlichen Einflüssen schwankt.
- Tourismus als Treiber: Küstenregionen wie Antalya oder Alanya sind stark vom westlichen Tourismus geprägt. Hier entstehen neue Konsumgewohnheiten, die nicht selten im Widerspruch zu traditionellen Vorstellungen von Familie und Moral stehen.
- Kritikpunkt: Während die Regierung konservative Werte betont, verändert der Tourismus die Realität vor Ort – westliche Lebensstile werden importiert, traditionelle Familienmodelle wirken „altmodisch“.
3. Deutschland 🇩🇪
- Emanzipation und Individualismus: In Deutschland wird die Selbstbestimmung von Frauen stark betont. Viele entscheiden sich bewusst gegen Kinder oder für alternative Lebensmodelle.
- Kulturelle Doppelmoral: Gleichzeitig wird beklagt, dass Migration „die deutsche Kultur zerstört“. Dabei trägt Deutschland selbst durch Tourismus und Medienexport zur Veränderung anderer Kulturen bei.
- Gesellschaftliche Folgen: Traditionelle Familienbilder gelten oft als rückständig. Stattdessen wird ein modernes Ideal propagiert, das nicht für alle Menschen erstrebenswert ist.
4. Vergleichende Kritik ⚖️
- Thailand: Traditionelle Familienstrukturen werden durch ökonomische Abhängigkeit vom Sextourismus untergraben.
- Türkei: Tourismus importiert westliche Werte, die im Widerspruch zu konservativen Familienidealen stehen.
- Deutschland: Traditionelle Familienbilder werden durch Emanzipation und Individualismus verdrängt, während gleichzeitig andere Kulturen für ihre „Rückständigkeit“ kritisiert werden.
| Land | Einfluss des Westens | Folgen für Familie & Kultur | Doppelmoral sichtbar? |
|---|---|---|---|
| Thailand | Sextourismus, Kommerzialisierung | Entwertung traditioneller Rollen, ökonomische Abhängigkeit | Ja |
| Türkei | Tourismus, Konsumgewohnheiten | Spannungen zwischen konservativ und modern | Ja |
| Deutschland | Emanzipation, Medienexport | Verdrängung traditioneller Familienbilder | Ja |
5. Fazit 🚨
- Der Westen verändert andere Kulturen massiv – oft durch Tourismus und Konsum.
- Gleichzeitig beklagt er den Verlust der eigenen Kultur durch Migration oder Globalisierung.
- Traditionelle Familienmodelle geraten weltweit unter Druck: in Thailand durch ökonomische Zwänge, in der Türkei durch Tourismus, in Deutschland durch Idealisierung moderner Lebensentwürfe.
- Kritischer Punkt: Es entsteht eine globale Doppelmoral, in der westliche Gesellschaften ihre eigenen Werte exportieren, aber gleichzeitig Angst vor kultureller Veränderung im eigenen Land haben.
Wie viel von deinem Leben gehört wirklich DIR? 🌍🤔
Wie viel von deinem Leben gehört wirklich DIR? 🌍🤔
Innerhalb der ersten Minuten nach deiner Geburt haben andere bereits über dich entschieden: Dein Name, deine Religion, deine Nationalität, deine soziale Schicht.
Wir verbringen oft den Rest unseres Lebens damit, Identitäten zu verteidigen, die wir uns nie selbst ausgesucht haben. Wir ziehen Grenzen, führen Debatten und im schlimmsten Fall führen Menschen Kriege für Konzepte, die sie einfach nur „geerbt“ haben.
Jean-Paul Sartre nannte das die „Flucht vor der Freiheit“. Sein Argument: Der Mensch ist erst einmal nichts. Wir sind nicht als „Soldat“, „Gläubiger“ oder „Patriot“ geboren. Wir sind zur Freiheit verurteilt. Das bedeutet aber auch: Wir tragen die volle Verantwortung für das, was wir aus uns machen.
Sich hinter einer Flagge, einer Ideologie oder einer Tradition zu verstecken, um nicht selbst entscheiden zu müssen, ist laut Sartre „Unaufrichtigkeit“ (Mauvaise Foi). Es ist der Versuch, sich wie ein Objekt zu verhalten, das keine Wahl hat, anstatt wie ein freier Mensch.
Die radikale Frage für heute: Wenn du heute alles ablegen müsstest, was dir bei deiner Geburt ungefragt in die Wiege gelegt wurde – wer wärst DU dann noch? Und würdest du die gleichen Kämpfe immer noch führen?
Wie ein perverser Erpresser US-Botschafter wird und ein Frauenschänder dank Trump-Kushner-Clan frei rumläuft!
Skandal pur: Wie ein perverser Erpresser US-Botschafter wird und ein Frauenschänder dank Trump-Kushner-Clan frei rumläuft!
In den USA gibt es eine lange Tradition, dass Präsidenten Botschafterposten an große Spender, Freunde oder Verbündete vergeben – doch unter Donald Trump hat diese Praxis eine neue Dimension erreicht: Sie wurde zur offenen Belohnung für familiäre Loyalität und zur Absicherung eines Netzwerks aus begnadigten Straftätern.
Nehmen wir Charles Kushner. Der Immobilienmilliardär aus New Jersey wurde 2005 zu zwei Jahren Haft verurteilt – nicht etwa für „kleine“ Finanzdelikte, sondern für eine Mischung aus Steuerhinterziehung, illegalen Wahlkampfspenden und einem besonders perfiden Akt der Zeugenbeeinflussung: Er ließ seinen eigenen Schwager von einer Prostituierten verführen, filmte den Sexakt heimlich und schickte das Video an seine Schwester, um die Familie zum Schweigen zu bringen. Der damalige Staatsanwalt Chris Christie nannte es eines der „abscheulichsten Verbrechen“, die er je verfolgt habe.
2020, am vorletzten Tag seiner ersten Amtszeit, begnadigte Trump Charles Kushner vollständig. Begründung? Kushners „philanthropische Arbeit“ nach der Haft. Kritiker sahen etwas anderes: Kushner ist der Vater von Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn und engstem Berater. Fünf Jahre später, 2025, ernennt Trump denselben Charles Kushner zum US-Botschafter in Frankreich und Monaco – einen der prestigeträchtigsten diplomatischen Posten der USA. Ein verurteilter Schwerverbrecher, der vor 20 Jahren noch im Bundesgefängnis saß, vertritt nun Amerika in Paris. Das ist keine Rehabilitation, das ist Sippenwirtschaft in Reinkultur.
Und genau dieses Netzwerk war es auch, das Jonathan Braun aus dem Gefängnis holte.
Braun, ein Drogenhändler aus Long Island, hatte eine 10-jährige Strafe wegen Marihuana-Schmuggels in Tonnen-Mengen und Geldwäsche abzusitzen. Am letzten Tag von Trumps Präsidentschaft 2021 wurde seine Strafe plötzlich verkürzt – er kam frei, obwohl er erst knapp zweieinhalb Jahre verbüßt hatte. Wie? Über genau dieselben Kanäle: Die Familie Braun wandte sich an Charles Kushner, der wiederum über seinen Sohn Jared Druck im Weißen Haus machte. Alan Dershowitz, ein weiterer Trump-Vertrauter, half beim Lobbying. Das Aleph Institute und andere jüdische Organisationen unterstützten den Antrag – legitim in vielen Fällen, aber hier Teil eines Systems, das persönliche Beziehungen über Justizkriterien stellte.
Das Ergebnis war vorhersehbar: Kaum frei, fiel Braun erneut auf. Sexueller Übergriff auf die Nanny seiner eigenen Kinder (er soll sie gewaltsam begrapscht und ihre Hand auf seine Genitalien gezwungen haben), Körperverletzung an einem dreijährigen Kind, Drohungen und weitere Verstöße gegen die Auflagen. Im November 2025 wurde er dafür zu weiteren 27 Monaten Haft verurteilt. Der Richter sprach von einem „Muster gewalttätigen Verhaltens“ – ein Muster, das eine gründlichere Prüfung vor der Begnadigung hätte aufdecken können.
Diese beiden Fälle – Kushner als Botschafter, Braun als rückfälliger Begnadigter – zeigen dasselbe Problem: Wenn Begnadigungen und hohe Ämter nicht nach Verdienst, Reue oder öffentlichem Interesse vergeben werden, sondern nach Nähe zum Präsidenten, nach Spendenbereitschaft und familiären Verbindungen, dann untergräbt das das Vertrauen in die Justiz und die Demokratie.
Ein schwarzer oder hispanischer Ex-Häftling mit ähnlicher Akte hätte kaum eine Chance auf einen normalen Job, geschweige denn auf diplomatische Ehren. Charles Kushner hingegen sitzt heute in Paris, finanziert von Steuergeldern, und repräsentiert ein Land, das sich Gleichheit vor dem Gesetz auf die Fahnen schreibt.
Das ist keine Justizreform. Das ist keine zweite Chance. Das ist schlicht und ergreifend: Sippenwirtschaft. Und sie hat Gesichter – das von Charles Kushner im Botschafterpalast und das von Jonathan Braun, der dank dieses Systems anderen Menschen Schaden zufügte, statt seine Schuld abzutragen.
Es gibt einige, die behaupten, dass wir hier in einer sozialen und freien Marktwirtschaft leben.
Es gibt einige, die behaupten, dass wir hier in einer sozialen und freien Marktwirtschaft leben.
Gedanken zur Zensur und der Deutungshoheit
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